Gemeinde Pajara
Die südlichste der sechs Gemeinden auf Fuerteventura mit gleichnamigen Verwaltungssitz ist das wohlhabende Pajara. Die großen Touristenzentren von Costa Calma bis nach Moro Jable mit ihren großen Hotelanlagen wie etwa dem Hotel Pajara Beach Costa Calma, dienen als Haupteinnahmequelle. Früher waren es Ackerbau und Viehzucht, aber auch
Fischfang und Handel, welcher der Gemeinde als Einnahmequelle dienten. Wobei die Bevölkerungszahlen trotz einiger Abwanderungen durch dürrebedingte Hungerperioden stetig wuchsen und die Gemeindebewohner zur Ausweitung ihres Saatlandes und gezielter Vorratshaltung veranlassten. Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Pajara zur fleißigen Exportgemeinde, erst durch die Herstellung und den Handel mit gebranntem Kalk und später durch die Züchtung von Schildläusen zur Gewinnung von Karmin, was den Wohlstand der Gemeinde weiter vorantrieb. Das Gebiet der südlichsten Gemeinde von Fuerteventura verfügt über insgesamt 150 Kilometer Küste und beinhaltet ebenso die Halbinsel Jandia.
Im Norden grenzt Pajara an Betancuria im Osten begrenzt Tuineje das Gemeindegebiet. Die Stadt Pajara mutet dabei wie eine Oase in einem Tal aus 600 Meter hohen Bergen, dessen Zentrum die Kirche Nuestra Senora de Regla aus dem Jahr 1733 und ihr kontrastreiches Gegenüber, das moderne Rathaus bildet. An den vergangenen Landbau erinnert nur noch ein eselbetriebenes Wasserschöpfrad aus dem 19. Jahrhundert, das jedoch mitsamt der Landwirtschaft an Bedeutung verlor und nun ausschließlich zur Zierde dient.
Karte Gemeinde Pajara
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