Naturschutzgebiete auf Fuerteventura

Seit Touristen die Insel Fuerteventura besuchen und damit die Haupteinnahmequelle bilden, wird auf der Kanareninsel vermehrt Naturschutz betrieben.

Zum ersten Naturschutzgebiet der Insel wurde 1982 das Wanderdünengebiet El Jable bei Corralejo, besser bekannt als „Dünen von Corralejo“, erklärt. Auf dem etwa 2700 ha großen Gebiet zu dem auch die vorgelagerte Insel Los Lobos als „Insel der Seehunde“ zählt, gehören neben den weiten Dünenfeldern auch die zerklüftete Lavalandschaft und der Vuklkankegel Montan Roja, der zugleich den höchsten Punkt der Gegend bildet. Das gesamte Areal verfügt über ein gewaltiges Habitat an Pflanzen und bietet diversen Tierarten Unterschlupf. Bekannt für seine atemberaubende Meeresfauna auf unterirdischen Lavaformationen ist überdies die Meeresenge El Rio zwischen Corralejo und der Isla de Lobso, welche ebenfalls unter die offiziellen Naturschutzgebiete Fuerteventuras fällt.

Im Parque Natural de Jandia, auf der gleichnamigen Halbinsel Jandia im Süden Fuerteventuras gelegen, findet man eine eindrucksvolle wüstenähnliche Dünenlandschaft, die von zerklüfteten Steilküsten, feinen Sandstränden und imposanten Salzwiesen geprägt ist. Nicht nur der höchste Berg der Insel (Pico de la Zarza, 807 m) ist hier angesiedelt, auch die Symbolpflanze Fuerteventuras, die Euphorbia handiensis, ein Wolfsmilchgewächs, hat hier seinen bevorzugten Lebensraum.

Die Montana de Tindaya zählt zu den wohl repräsentativsten Punkten der gesamten Insel. Der Berg entstand aus einem riesigen Basaltkomplex aus dem Betancuria Massiv. Bis heute sind Fußabdrücke der Ureinwohner Fuerteventuras auf seinem Gipfel zu erkennen und machen ihn zu einem beliebten Naturdenkmal der Insel. Zu seinen Füßen liegt die weite Ebene, die sich bis zum Atlantik hin zieht und gibt den Blick auf eine bizarre Natur frei

Auf einer Fläche von 1.266,8 Hektar erstreckt sich das Naturschutzgebiet Montana de Cardon. Ein Bergmassiv, das durch natürliche differenzielle Erosionen über Millionen Jahre zu einer eindrucksvollen Hügellandschaft geformt wurde. Die Landschaft zählt zu den Hauptlebensräumen des Seidenhaarigen Goldsterns. Ebenso zählt das “La Ladera de Vallebron” mit seinem messerförmigen Bergrücken und der “El Malpais de la Arena“, ein faszinierendes Überbleibsel des letzten Vulkanausbruchs zu den Hauptnaturschutzgebieten der Insel.