Geschichte von Fuerteventura
Wer die Insel der Glückseligen als erstes besiedelte, darum ranken sich bis heute zahlreiche Mythen. Gesichert ist einzig die Bereisung Fuerteventuras durch die Phönizier etwa 800 v. Chr., welche vermutlich auch als Entdecker der Kanarischen Inseln galten. Erst 500 bis 200 v.Chr. wurde Fuerteventura erstmals besiedelt, ob von Berbern oder Magalithen ist jedoch unklar. Sie teilten die Insel in zwei Stammesgebiete, den Nord- und Südteil, dessen Ureinwohner des größeren nördlichen Teils auch die heutige Bezeichnung für die Bevölkerung Fuerteventuras „Majoreros“ formten. Danach galt Fuerteventura lange Zeit als vergessen, erst ab dem 12. Jahrhundert kamen die Aktivitäten der Insel wieder ins Gespräch, die mit Sklavenhandel, Auswanderung und Hunger einhergingen, bis 1708 die Militärherrschaft der Coronels gründeten. Immer wieder wurde Fuerteventura durch Überfälle von Freibeutern geschändet, bis die Kanaren 1852 von der spanischen Königin Isabel II zur Freihandelszone erklärt und die Militärherrschaft 1859 endgültig aufgehoben wurde. Unter der Diktatur Frankos litt das strukturschwache Fuerteventura erneut, aufgrund der schlechten Lebensbedingungen kam es erneut zu vermehrten Auswanderungen. Erst nach Francos Tod setzte sich König Juan Carlos verstärkt für die Einführung einer Demokratie ein und setzte vermehrt auf den Tourismus, um die Fluktuation zu stoppen. 1982 erhielt das Archipel den Autonomiestatus und lebt seither hauptsächlich vom Tourismus.
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